Beifalljubel für Weihnachtsoratorium in der Steigkirche

Konzert der Steigkantorei am 30.11. mit großem Besucherandrang

© Ulrich Perschmann

„Großartig“ – „Berührend“ – „Jetzt kann Weihnachten kommen“ – „Ein sehr beeindruckendes Konzert“. So und ähnlich lauteten die ersten begeisterten Kommentare aus dem Publikum beim schon traditionellen Sektempfang nach der Aufführung von Bachs Weihnachtsoratorium durch die Steigkantorei am vergangenen Samstag.

 

Mit dem Konzert der Kantaten I – III des Weihnachtsoratoriums hat die Steigkantorei unter der Leitung ihrer Kantorin Elena Röser-Pischik ein weiteres Mal beachtliche musikalische Maßstäbe gesetzt. Die knapp vierzig Sängerinnen und Sänger wurden dabei von einem Projektorchester mit Musikerinnen und Musikern des Württembergischen Staatsorchesters professionell getragen, ebenso wie die hervorragenden jungen Gesangssolisten. So präsentierten alle Beteiligten den Konzertbesuchern in der voll besetzten Steigkirche ein beeindruckendes homogenes Klangerlebnis.

Beginnend mit festlichen Trompeten und mächtigen Paukenschlägen zu „Jauchzet! Frohlocket!“, den zahlreichen Chorälen und dem abschließenden Chor „Herrscher des Himmels…“ sorgte die Kantorei im Wechsel mit den Solisten für eine enthusiastische Stimmung im Publikum. Tenor Stefan Scherpe überzeugte als Evangelist, ebenso wie die Sopranistin Hannah Gries und Bassist Johannes Fritsche in ihren anspruchsvollen Partien. Besonders anrührend war der innige Vortrag der Alt-Arie „Schließe, mein Herze, dies selige Wunder…“ durch Seda Amir-Karayan. Perfekt und einfühlsam begleitete sie Konzertmeister Wolf-Dieter Streicher mit der Solo-Violine.

Kantorin Elena Röser-Pischik hatte mit ihrem klaren und stringenten Dirigat sowohl den Chor wie auch die Solisten und das Orchester voll im Griff. Dabei beeindruckte die Abstimmung mit der Basso Continuo Gruppe, die – ohne das Konzert zu beherrschen - im richtigen Maß das musikalische Fundament bildete. Das Publikum dankte allen Ausführenden mit kräftigem Applaus, Beifallsrufen und Standing Ovations.

Regina Hüser-Habel

© Ulrich Perschmann

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