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abendrot.Gottesdienst im November
So 18.11.2018 | ÖkuZ | 19:00 Uhr

Atemholen zur Freude:
Traurigsein.

"Traurigsein ist wohl etwas Natürliches. Es ist wohl ein Atemholen zur Freude, ein Vorbereiten der Seele dazu.", schreibt die Ausnahmekünstlerin, die Worpsweder Malerin Paula Modersohn-Becker 1901 in einem Brief an ihren Mann. Sie hatte Grund genug, traurig zu sein. Ihren Mann lieben zu können, als Künstlerin anerkannt und Mutter zu werden - das hatte sie gehofft. Diese Hoffnungen hatten sich nicht erfüllt.

Traurigkeit gehört zu den Gefühlen, die die meisten Menschen gerne verdrängen oder überspielen. Lieber schnell an etwas Schönes denken oder einen lustigen Film anschauen. Und wenn jemand im Umkreis traurig ist, versuchen wir, sie oder ihn anzulenken und auf andere Gedanken zu bringen. Besser wäre es, Traurigkeit zuzulassen, sie uns zu erlauben. Paula Becker-Modersohn hat erkannt, dass Traurigsein eine durchaus natürliche Sache ist.

Traurigkeit zeigt uns, was wirklich wichtig ist. Sie macht uns bewusst, was wir vermissen, wonach wir uns sehnen und was uns fehlt. Sie schenkt uns Tiefe, sie bringt uns dazu, uns mit der Vergänglichkeit der Dinge zu beschäftigen und auch mit Grenzen. Grenzen, die entstehen, weil wir nicht alles (haben) können, nicht alles erreichen können, nicht alles verändern können.

Traurigkeit darf sein - in diesem Atemholen steckt die Kraft, sie auszuhalten und vielleicht auch wieder Freude zu erleben...

 

Losung für 17.01.2019:




HimmelSTEIGer
ein Roter für einen Roten



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